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International Highland Games Angelbachtal

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Ruhm, Ehre, etwas zu essen und zu trinken und (wenn's klappt) Geld. Der ursprüngliche Hintergrund von Piping-Wettbewerben war das Wiederbeleben einer ca. 50 Jahre lang unterdrückten und verbotenen Kultur (Disarming Act in Schottland von 1746-1782). Das Tragen des Kilts, das Sprechen der gälischen Sprache, das Spielen auf der Bagpipe - alle "hochländische" Kultur war vom Leben abgetrennt. Da Pfeifer-Meister die klassischen Stücke für den schottischen Dudelsack nicht in Notenschrift an ihre Schüler weitergaben, sondern mittels eines ausgeklügelten Sing-Sangs (Canntaireachd), war es nach Beendigung des Disarming Acts wichtig, die noch verbliebenen Stücke wieder ans Licht zu holen. Sie können ihr ganzes Leben mit einem Lehrer bzw. Könner bzw. Meister verbringen und es wird dennoch nicht ausreichen, alles gelernt zu haben.

Heute ist die Bandbreite der Wettbewerbe größer denn je. Neben den klassischen Stücken (14. bis 18. Jahrhundert) hielt im 19. Jahrhundert die Light Music Einzug - eine doch sehr junge Disziplin. Competitions gibt es heute für Solopfeifer, Solotrommler, Quintetts (3 Piper, 1 Side Drummer, 1 Bass oder Tenor Drummer) und für Pipe Bands (minimum 6 Piper, 2 Side Drummer, 1 Bass Drummer - gängig in den gehobenen Klassen sind 16 Piper, 8 Side Drummer, 2 Tenor Drummer, 1 Bass Drummer).

Solowettbewerbe Piping:

  • Piobaireachd (die klassische Musik für die Pipe - Dauer: 9 bis 15 Minuten): 1 bis 12 Stücke zur Auswahl - die Jury entscheidet auf der Bühne, welches Stück gespielt werden soll.

  • March / Strathspey / Reel (großes Wettbewerbsset bestehend aus 4 Parts eines 2/4 Marches, 4 Parts eines Strathspeys und 4 Parts eines Reels - Dauer: ca. 5 Minuten): 1 bis 2 Sets zur Auswahl - die Jury entscheidet auf der Bühne, welches Set gespielt werden soll und ob einmal oder zweimal hintereinander.

  • Slow Air / Hornpipe / Jig (Wettbewerbsset bestehend aus 2 Parts einer Slow Air mit den üblichen Wiederholungen, 4 Parts einer Hornpipe und 4 Parts eines Jigs - Dauer: ca. 4 Minuten): 1 bis 2 Sets zur Auswahl - die Jury entscheidet auf der Bühne, welches Set gespielt werden soll.

  • 6/8 March (4 Parts eines 6/8 March - Dauer ca. 2 Minuten): meistens nur ein March gefordert, den der Competitor selbst benennt.

  • Slow Air (2 Parts eines Slow Air mit den üblichen Wiederholungen - Dauer ca. 1,5 Minuten): der "Einstiegs"-Event eines jeden jungen Pipers.

Solowettbewerbe Drumming:

  • March / Strathspey / Reel  (siehe oben)

  • Hornpipe / Jig  (siehe oben)

  • 6/8 March  (siehe oben)

Wettbewerbe für Quintetts und Pipe Bands:

  • Selection (ein Medley bestehend aus March, Strathspey, Reel, Slow Air, Hornpipe, Jig in beliebiger Reihenfolge): Dauer zwischen 4 und 7 Minuten (das hängt von der Graduierung, der Einstufung der Band ab).

  • March / Strathspey / Reel (siehe oben).

Die Bandgraduierungen reichen von "Grade 4" (unterste Klasse) hin zu "Grade 1" (höchste Klasse). In Grade 4 darf die Band mit 6 Pipern etc. ein 4 Minuten Medley spielen; in Grade 1 muß die Band (wenn sie gewinnen will) mit 16 Pipern etc. aufwarten und muß sowohl eines von zwei 7 Minuten Sets als auch eines von zwei March / Strathspey / Reel-Sets spielen (Auswahl liegt bei der Jury auf dem Feld). Bands, die im "Grade 4" antreten, spielen lediglich 2 Marches à 4 Parts oder einen Mix aus Marches mit 2 Parts und Marches mit 4 Parts.



Bei Solisten wird bewertet:

Klang des Instruments, exakte Fingertechnik und musikalischer Ausdruck.

Bei Bands wird bewertet:

Klang der Instrumente miteinander, exaktes und synchrones Spiel, musikalischer Ausdruck.

Für Bands gibt es auf Wunsch noch Sonderevents wie March and Discipline.

Es gibt keinen Wettbewerb der da heißt "wie erfreue ich das Publikum?"! Und doch: in Schottland sitzen junge wie alte Leute von morgens 9 Uhr bis abends 9 Uhr z.B. in einem Piobaireachd-Wettbewerb. Verlassen diesen auch nicht, sondern beißen ab und zu mal leise (zwischen den Auftritten zweier Wettbewerber) in ihr mitgebrachtes Brötchen. Während der ihnen vertrauten Musik träumen sie weg.

 

Quelle: BAG e.V.

Wir bedanken uns bei der BAG für die gute Zusammenarbeit.